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Februar 2010
Onkologie: Darmkrebs – früh erkannt, Gefahr gebannt

Ein früh erkannter Tumor kann meist ohne große Operation entfernt werden. Die Endosonografie, eine Kombination aus Ultraschall und Spiegelung, ermöglicht die genaue Bestimmung des Tumorstadiums. 

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken rund 37.200 Männer und 36.000 Frauen neu. Wird ein Rektumkarzinom (Darmkrebs) jedoch im Anfangsstadium erkannt, lässt es sich häufig lokal herauslösen. Ein großer Vorteil für den Patienten: Eine Operation und ein damit verbundener möglicher künstlicher Darmausgang bleiben ihm so erspart. 

Endosonografie zur genauen Beurteilung des Tumors
Die Endosonografie ist zurzeit das einzige Verfahren, mit dem der Arzt frühe von fortgeschrittenen Tumorstadien abgrenzen kann. Bei der Endoskopie, der Darmspiegelung allein, ist nur die Oberfläche der Darmwand zu sehen. Erst die Kombination mit einer Ultraschallsonde lässt erkennen, wie tief der Tumor in die Darmwand eingewachsen ist und ob benachbarte Organe und Lymphknoten befallen sind. Aufgrund des endosonografischen Befundes entscheidet der Arzt, welche Therapie nötig ist, um den Tumor sicher zu entfernen.

„Tumoren in frühen Stadien kann man direkt endoskopisch entfernen. Bei fortgeschrittenen Tumoren ist eine Vorbehandlung durch Radio- und Chemotherapie sowie ein operativer Eingriff notwendig“, erklärt Dr. Burmester, Oberarzt der Medizinischen Klinik der Sana Kliniken in Lübeck.

Je fortgeschrittener der Tumor ist und je näher er sich am Darmausgang befindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient in Zukunft mit einem künstlichen Darmausgang leben muss.

Endosonografie zur präzisen Operation
Für die Operation selbst ist die Endosonografie ebenfalls sehr nützlich. Denn sie zeigt dem Arzt genau, wo er wie viel Gewebe entfernen muss. Das gesunde Darmgewebe bleibt so bestmöglich erhalten. Allerdings ist für ein qualitativ hochwertiges Ergebnis dieser Diagnostik viel Erfahrung des Untersuchers erforderlich.