Welt-Psoriasistag

29.10.2017. Normalerweise erneuert sich die gesunde Haut in einem Zyklus von ungefähr 28 Tagen. Bei Menschen mit Schuppenflechte ist dieser Prozess stark beschleunigt. Lediglich wenige Tage bis eine Woche dauert es, bis die Hautzellen abgestoßen werden. Daher kommt es zu einer starken Schuppenbildung, welche vor allem die Hände, Ellenbogen, Knie und behaarte Kopfhaut betreffen. Besonders unangenehm ist der ausgeprägte Juckreiz, der sogar zu Schlafstörungen führen kann.

Hautverletzungen, Stress oder andere Trigger können bei der Schuppenflechte einen neuen Schub auslösen. Dabei werden Immunzellen aktiviert und vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet. Durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems bleibt diese Entzündungsreaktion aufrechterhalten und es kommt zur Störung im Prozess der Hauterneuerung. Als chronisch-entzündliche Erkrankung beschränkt sich die Schuppenflechte jedoch nicht nur auf die Haut. Auch Nägel und Gelenke können betroffen sein. Nach heutigen Erkenntnissen wird die Veranlagung zur Ausprägung einer Schuppenflechte vererbt.

Vom Dermatologen werden bei akuten Schüben meist entzündungshemmende Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung verschrieben. Eine therapiebegleitende Hautpflege bleibt jedoch unverzichtbar. Um die Haut geschmeidig zu machen und Feuchtigkeit in den tieferen Hautschichten zu binden, sollte das regelmäßige Eincremen mit harnstoffhaltigen Produkten zur Routine gehören. So kann der Hautzustand verbessert, Juckreiz gelindert und die schubfreie Zeit verlängert werden.

Um den Entzündungsprozess zu unterbrechen und den Krankheitsverlauf langfristig zu kontrollieren, können bei Erwachsenen mit mittelschwer bis schwer ausgeprägten Symptomen sogenannte Biologicals gegen Plaque-Psoriasis eingesetzt werden. Sie greifen gezielt in das Entzündungsgeschehen ein und hemmen die Ausschüttung sogenannter Signalproteinen. Vom Patienten werden diese Biologicals mittels Fertigspritze oder Fertigpen unter die Haut gespritzt.