Welt-Moskito-Tag

20.08.2017. Weiblich, lange Beine, nachtaktiv: Wurden Sie auch schon von der Gemeinen Stechmücke gepiesackt? Das nervige Summen der diesjährigen Mückenplage kann einem nicht nur den Schlaf rauben. Die Blutsauger verlassen den Tatort natürlich nicht ohne massenhaft juckende Quaddeln, Rötungen und manchmal sogar Entzündungen an der Einstichstelle zu hinterlassen.

Glücklicherweise existieren in unseren Breitengraden überwiegend Mückenarten, die keine relevanten Krankheitserreger übertragen. Da klimatische Bedingungen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle spielen, kann sich diese Situation möglicherweise in Zukunft ändern. Weltweit gibt es etwa 3.500 Mückenarten. Bei Urlaubern ist vor allem die Gattung der Anopheles-Mücken gefürchtet, weil sie Überträger der Tropenkrankheit Malaria sind. Diesen Nachweis erbrachte der Mediziner Robert Ross nach jahrelangen Experimenten am 20. August 1897.

Im brandenburgischen Müncheberg beschäftigt sich heutzutage das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. mit der Erfassung des Auftretens von Stechmückenarten und den von ihnen übertragenen Krankheitserregern. Interessierte können die wissenschaftliche Datenerhebung aktiv unterstützen, indem sie Mücken sammeln. Informationen zum Citizen Science-Projekt stehen unter www.mueckenatlas.de bereit.

Wer einfach nur stichfrei die nächsten Sommerabende genießen will, sollte bestens mit Repellentien ausgerüstet sein. Ihre Wirkstoffe Icaridin, DEET oder Citriodiol® wehren über Stunden zuverlässig Mücken ab und sind gut hautverträglich. Und wenn schon gestochen wurde, verschaffen kühlende Gele und Antihistaminika schnelle Linderung. Bei stärkeren Beschwerden können Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren auch Cremes mit niedrig dosiertem Cortison auftragen.