Welt-Rheuma-Tag

12.10.2017. Unter dem Oberbegriff Rheuma werden zahlreiche Krankheiten zusammengefasst, die mit einer Beeinträchtigung des Bewegungsapparates einhergehen. Die rheumatoide Arthritis gehört dabei zu der häufigsten entzündlichen Gelenkerkrankung. Obwohl die genauen Ursachen rheumatischer Erkrankungen noch unklar sind, weiß man heute, dass chronische Entzündungen im Zusammenhang mit unseren Immunzellen stehen.

Schmerzen, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke sind die typischsten Symptome der rheumatoiden Arthritis. Anfangs treten sie meist nur am Morgen auf. Mit fortschreitender Erkrankung betreffen sie immer mehr Gelenke und können den Lebensalltag erheblich einschränken. Es fehlt die Kraft, um Wasserflaschen und Marmeladengläser zu öffnen oder Knöpfe an der Kleidung zu schließen. Das Entzündungsgeschehen kann zudem starke Müdigkeit und Erschöpfung verursachen.

Damit es nach Möglichkeit nicht soweit kommt und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt wird, ist eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung bei einem Facharzt ratsam. Ein Rheumatologe kann in Abhängigkeit vom aktuellen Beschwerdebild schnell wirksame Präparate zur Schmerzlinderung und individuelle Maßnahmen zur Mobilisierung empfehlen. Wichtigster Pfeiler der Therapie ist aber eine frühzeitige Basismedikation, um die Entzündungsaktivität konsequent zu unterdrücken.

In der Basismedikation ist der Wirkstoff Methotrexat (MTX) seit vielen Jahren Standard der Erstlinientherapie. Dieser wird einmal wöchentlich als Tablette eingenommen oder vom Patienten zu Hause selbst injiziert. Da MTX ein Gegenspieler der Folsäure ist, sollte während der Therapie Folsäure supplementiert werden, um einem Vitaminmangel vorzubeugen. So können auch Nebenwirkungen der MTX-Therapie (z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Leberwerterhöhung) signifikant reduziert werden.