Welt-Tollwut-Tag

28.09.2017. Früher waren Fernreisen für die meisten Menschen ein unerschwinglicher Luxus. Mittlerweile werden sie immer öfter zu günstigen Konditionen angeboten. Gespart werden sollte bei der langersehnten Traumreise dagegen nicht beim Reiseimpfschutz. Damit alle erforderlichen Impfungen durchgeführt werden können, ist eine rechtzeitige reisemedizinische Beratung sinnvoll.

Indien, China und Bangladesch zählen immer noch zu den Ländern mit den meisten Tollwutfällen. Für Reisende besteht die Gefahr von Bissverletzungen vor allem durch streunende Hunde, die mit ihrem Speichel Tollwut übertragen. Da eine sofortige medizinische Versorgung vor Ort nicht immer gewährleistet werden kann, ist eine vorbeugende Tollwutimpfung äußerst ratsam.

Eine Grundimmunisierung für Kinder und Erwachsene erfolgt mit drei Injektionen innerhalb von drei bis vier Wochen. Diese sollte am besten drei Wochen vor Einreise in die Urlaubsregion abgeschlossen sein, damit der Organismus ausreichend Antikörper gebildet hat. Sollte es zu einer Bissverletzung kommen, muss die Wunde gründlich gereinigt werden. Außerdem sind zwei weitere Impfdosen notwendig.

Reiseimpfungen gehören nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Inzwischen werden sie für Privatreisende jedoch von einigen Krankenkassen als Satzungsleistung übernommen, sofern sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen sind.