Weltmalariatag

25.04.2017. Ein einziger Stich genügt, um sich mit Malaria zu infizieren. Die häufigsten Überträger sind weibliche Anopheles-Mücken. Einzellige Parasiten, sogenannte Plasmodien, gelangen über sie in die Blutbahn des Menschen, vermehren sich und lösen heftige Fieberschübe, Schüttelfrost und Krämpfe aus.

Wärme und Feuchtigkeit sind die besten Voraussetzungen für das Gedeihen von Mückenlarven. Im europäischen Mittelmeerraum herrschte die Malaria bis in die 1950er Jahre. Aus dem Italienischen übersetzt bedeutet mala aria übrigens „schlechte Luft“. Übelriechende Sumpfgebiete wurden für die fiebrigen Zustände verantwortlich gemacht. Erst 1880 entdeckte der französische Mediziner Charles Laveran in Algerien den Erreger der Malaria. Einen Impfstoff gegen die Krankheit gibt es bis heute nicht.

Die aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zur Malariavorbeugung umfassen vor allem konsequente Maßnahmen zur Vermeidung von Insektenstichen. Moskitonetze, mückenabweisende Einreibungen (Repellents) mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin sowie imprägnierte Kleidung bieten den höchstmöglichen Schutz. Außerdem wird in Hochrisikogebieten eine medikamentöse Prophylaxe oder eine Stand-by-Therapie zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich individuell von unseren reisemedizinisch geschulten Mitarbeitern beraten.